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Jules Verne

10.10.2021

Das Grüne Band - Grenzgang

Über 40 Jahre war Deutschland geteilt. Mitten durch das Land lief eine 1.393 Kilometer lange Grenze. Stacheldraht, Minenfelder, Hundegebell, Scheinwerfer und auch Schüsse gehörten hier zum Alltag. Selbst im Schatten dieser Grenze, im Berlin des Kalten Krieges, aufgewachsen, begibt sich der Fotojournalist Roland Marske noch einmal auf Tuchfühlung mit der deutsch-deutschen Geschichte. Dabei ist es nicht immer leicht, den Grenzverlauf überhaupt noch auszumachen. Es ist, sprichwörtlich, Gras darüber gewachsen. Aus dem ehemaligen Todesstreifen ist ein Grünes Band geworden, das heute Deutschlands größtes Naturschutzgebiet ist. Diese außergewöhnliche Reise, zu Fuß, mit Rucksack, Zelt und Kamera, ist eine Suche nach Orten, an denen man der Geschichte der Teilung noch lauschen kann. Sie ist zugleich aber auch ein einmaliges Naturerlebnis durch das wilde Deutschland. Die Deutschlandwanderung geht über die Berge von Vogtland, Schiefergebirge, Rhön und Harz, durch die Täler der Saale, Werra und Elbe, durchstreift Altmark und Lüneburger Heide und führt uns zu Burgen, Klöstern und mittelalterlichen Fachwerkstädtchen bis an die Ostsee, ans Meer. Meisterhaft fotografiert, ergreifend, mit viel Witz und Geschichtskenntnis erzählt, teilt Roland Marske die Gedanken und Erfahrungen von seinem „Grenzgang“ und lässt Sie teilhaben an seinem Abenteuer im eigenen Land! 
Kapitelübersicht
Intro – Aufgewachsen im Schatten der Mauer – der Beginn der Wanderung am Dreiländereck Tschechien/Sachsen/Bayern – die ersten 50 km: durch das Sächsische Vogtland – Mödlareuth, Thüringens Little Berlin, das Dorf mit der Mauer – das Grüne Band – durch das Saaletal nach Hirschberg und Blankenstein – der Rennstieg – das Thüringisch-Fränkische-Schiefergebirge – nichts für kulinarische Feingeister: immer nur Schnitzel und Müsliriegel – durch den Mürschnitzer Sack zum geschleiften Dorf Billmuthausen, ins „Stasi-Bad" Bad Colberg und ins thüringische Rothenburg nach Ummerstadt – der Heldburger Zipfel – der Bayernturm in Zimmerau – die Grenzanlagen von Behrungen – das jüdische Leben in Berkach – Skulpturenpark Deutsche Einheit – nur selten ein Hotel, aber beim Zelten die Natur ganz für mich alleine – die Rhön – Point Alpha, wo der Dritte Weltkrieg nicht weit entfernt war – durch die weltgrößte Kali-Bergbauregion entlang der Werra – die Wartburg – durch den Hainich, Deutschlands größter Urwald – Wildkatzen – das Eichsfeld, der katholische Teil der DDR – die Mönche von Kloster Hülfensberg – Fachwerkperle Bad Sooden-Allendorf – Grenzmuseum Schifflersgrund – über die Teufelskanzel zur Burg Hanstein – Halbzeit: die Hälfte des Weges ist geschafft! Tschüss Thüringen, willkommen Sachsen Anhalt. – die Harzüberquerung – Klosterkonzern Walkenried – Elend und Sorge - kalte Nacht auf dem Brocken – durch das wilde Eckertal – Luchse – Endlich keine Berge mehr: entlang des Großen Bruchs – die DDR-Grenzanlagen von Hötensleben und die Grenzübergangsstelle Marienborn – Morsleben, Beendorf, Walbeck, Oebisfelde... irgendetwas ist hier schiefgegangen bei der Vereinigung von Ost und West – die Überraschung: durch den unfassbar schönen Drömling – auch ganz nett: das Wendland – und es wird noch schöner: durch Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern entlang der Elbe – die alte Elb-Handelsstadt Lauenburg – Biosphärenreservat Schaalsee – Begegnung mit den wilden Verwandten von Vogel Strauß: die wilden Nandus im Tal der Wakenitz – auf dem „deutschen Amazonas" nach Lübeck – fast am Ziel: die Hansestadt Lübeck – die letzte Etappe: auf den Priwall an die Ostsee